das gefühl von einer hand auf den rippen

und überhaupt, was bleibt übrig von der sonnigen flussbiegung, wenn man einmal weggegangen ist? die kameras laufen noch, aber die schattenhummeln, sie sind schon lang vom bildrand geflogen. immerhin kann man ihre scheiße noch zu polierten halbwahrheiten verdichten und dann damit jonglieren; das ist, was alle tun, die sich auf der schwelle nochmal umdrehen. dann werden die dinge wieder zu dem, was sie sind. eine taste wird eine taste, ein stift ein stift, und ein kotflügel wird wieder ein kot-flügel.
ich will mir nichts schlimmes eingestehen, aber genau jetzt ist der zeitpunkt, an dem mich die nächtliche dampflok jeden tag abholen würde, wäre ich da. ich weiß zwar nicht, ob ich eine wahl hab und ob es immer einen ausweg in die waldigen hänge jenseits der elbe gibt, aber halbwertszeiten sind zeitlich konstant. nochmal: halbwertszeiten sind zeitlich konstant. das dastehen mit dem sieb für kleine zeitintervalle, es kostet mich jede stunde ein stück vom kampf. und ich geistere traumlos durch die nacht, mit einem hals wie eine faule quitte, und erwache am nächsten morgen inmitten der aufgewühlten staubwolke, die ich mir selbst aus dem gezaubert hab, was mir ein sanfter wind über die jahre in meinen steinbogen blies.
heute ist kein gongtag, an dem alles auf einmal klar wird, das erzgebirge einstürzt und die restlichen silberflöze ein glitzerndes bild in den himmel malen. nein. heute ist nur ein tag, an dem der nebel nicht so tief steht.
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