tisdag, mars 13, 2007

eine alberne geschichte


ein paar letzte gedanken tummelten sich in den endlosschleifen der äußeren gehirnwindungen des untergrundkönigs. weil es schon ziemlich spät war, ließ er ihnen ein wenig auslauf und setzte sich noch für ein paar minuten an die spinellgelbe rückwand seines schlafzimmers. [ja, und eigentlich kommt jetzt eine originelle beschreibung der hauptperson, die vor allem ihre kleidung und die gesichtszüge umfasst. ich bin aber faul, und deswegen spiel ich einfach mal so lange den könig. obwohl sowas mir noch nie sehr sympathisch war. nun kann ich aber wenigstens noch ein paar rostende altteile meiner psyche abwerfen. also, untergrundkönig = ich, oh yeah.]

von farbe triefende schmetterlinge, waschpulver für dreckige gedanken, musikalischer ablasshandel - der könig prüfte die neuen gesetzesvorschläge, die ihm gerade von der royalen hirnhälftenversammlung eingereicht wurden. er dachte, na jetzt, wo ich mich endlich mal selbst zum herrscher ernannt hab, werde ich wohl auch die zügel des untergrunds in die hand nehmen müssen. alle träumen davon, >der king< zu sein, und ich - der ich das gar nicht will, sondern nur durch eine blöde geschichte von mir selbst dazu gezwungen werde, das zu wollen - ich muss den scheiß jetzt machen. der king, bah.

am nächsten tag, in mitten des gelben scherbenhaufen, saß der untergrundkönig mit seinem frühstück. und so viele ungeschriebene briefe, an perlen, blumen, großtanten und rauchige schatten. [eigentlich sollte jetzt wieder etwas wichtiges kommen. aber ich hab gerade nur das bedürfnis, diesen schatten einen beutel voller liebe zuzuwerfen. ich denke manchmal an euch, obwohl ich euch nie gesehen hab.]

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