
ein schlimmer zustand, wenn das brennen im magen sogar die erscheinung lieblicher frauen übertönt. wenn das wissen darum, dass sich daran auch in anderthalb stunden nichts geändert haben wird, mit zielsicherer kralle nach der emo-schublade greift. wenn man wie zum hohne auch noch einen halbverfaulten apfel in seiner tasche findet, mit grauem fruchtfleisch und einem bröckligen kaugummi dabei.
jedes mal schramm ich millimeter am glück vorbei. oder millisekunden, was weiß ich. aus angst, ja vielleicht aus angst. doch vor allem, weil etwas mich nach oben, etwas mich nach unten zieht - und ich am ende da bleibe, wo ich bin, mit dem stromschiff nach nicht-hier segelnd. ein haarriss zieht sich durch die glatten schultern, wenn ich nach hause komm.
es ist der abgrund, der dafür sorgt, dass die käferleichen ans ufer gespült werden, nicht-mehr-krabbelfähige bilder der zukunft. sie wären durchaus zum fliegen fähig gewesen, ohja. man stirbt heutzutage nicht an wichtigen dingen, man stirbt an geballter banalität. an einfachheit und zu langen wörtern.
mag sein, dass die kinder mit dem pausenbrot recht haben, wenn sie sagen, dass die güterzüge, auf denen ich fahre, zu laut sind und zu lang. mag sein, dass sie auch nur angst haben vor der folgenden stille. aber ich habe nichts, womit ich die sbahn-schaffnerin bezahlen könnte, also bleibt mir keine wahl. laute güterzüge, und nur an den baustellen neben den dreistöckigen häusern kann man aufspringen. rostige kesselwagen, und während der fahrt muss man sich zwischen die riesigen trichter kauern. dann denkt man an freundschaft, und dass auf den anderen wagen vielleicht auch jemand hockt. man ruft in die dunkelheit und die dunkelheit ruft zurück. sie beantwortet keine fragen, doch sie hat eine warme stimme. man darf nur nicht zu genau hinhören.